Der LmTM-Server

LmTM-Server

Inhalt

Einführung

LmTM - Lernen mit Topic Maps (http://www.LmTM.de/) ist eine moderne E-Learning-Umgebung und kann auch ein Baustein für Blended Learning sein. Sie soll einerseits Schülerinnen und Schülern selbstständiges und selbstbestimmtes Lernen ermöglichen und andererseits dem Lehrer Material an die Hand geben, z.B. für Praktikumsversuche.

Die Besonderheit von LmTM - Lernen mit Topics Maps ist die Erschließung der umfangreichen Materialien. Eine Wissenskarte (Topic Map, ein ISO-Standard) dient als Orientierungs- und Navigationsmittel durch das jeweilige Lerngebiet.

Voraussetzungen zur Nutzung

LmTM - Lernen mit Topic Maps soll eine möglichst komfortabel zu nutzende, verschiedene neue Medien verbindende E-Learning-Plattform sein. Daher sind auf der Nutzerseite einige technische Anforderungen zu erfüllen:

Unbedingt erforderlich:

Optimal sind zusätzlich:

Die Chatkanäle sind webbasiert erreich- und nutzbar, u.U. wird es als komfortabler empfunden, mit einem IRC-Client darauf zuzugreifen. Servername ist dabei http://www.LmTM.de/, der Port ist 6666.

Hinweise zur Nutzung

Textbasierte Navigation:

Grafische Navigation:

Manche Lernbereiche bieten bei der grafischen Navigation zusätzlich die Möglichkeit, im linken Teilfenster eine alphabetische Liste aller vorhandenen Themen anzeigen zu lassen. Der oben beschriebene Umgang mit der Wissenskarte bleibt davon unberührt, hinzu kommen die folgenden Möglichkeiten:

Materialangebot

Auf dem E-Learning-Server LmTM - Lernen mit Topic Maps stehen die folgenden Materialtypen zur Verfügung, wobei natürlich kaum ein Thema Materialien jedes Typs anbieten wird:

Interaktive Komponenten

Der Server LmTM - Lernen mit Topic Maps stellt eine ganze Reihe interaktiver Komponenten zur Verfügung, die das Angebot abrunden und die Materialsammlung und die Wissenskarten erst zu einem kompletten E-Learning-Angebot abrunden.

Übergreifende Komponenten:

Lerngebietsspezifische Komponenten:

Anhang A: Physik auf LmTM

Folgende Lernbereiche stehen derzeit zur Verfügung:

Im Bereich Physik auf LmTM - Lernen mit Topic Maps sind folgende Verknüpfungstypen (die konsistent farblich kodiert sind) definiert, wobei nicht in jeder Topic Map jeder Verknüpfungstyp auch tatsächlich verwendet wird:

"ist die Einheit von"
Bei der textbasierten Navigation lautet der Text je nach aktuellem Standort in der Wissenskarte entweder "Die Einheit ist:" oder "Ist die Einheit von:". Bei der grafischen Navigation lautet der Text aus Platzgründen nur "Einheit".
Beispiel: An der Position "Masse" in der Wissenskarte würde der Text lauten: "Die Einheit ist:", die Verknüpfung führte zum Thema "Kilogramm". An der Position "Kilogramm" in der Wissenskarte würde der Text lauten: "Ist die Einheit von", die Verknüpfung führte zum Thema "Masse".
"ist (ein) Beispiel für"
Bei der textbasierten Navigation lautet der Text je nach aktuellem Standort in der Wissenskarte entweder "Ein Beispiel für dieses Thema ist:" oder "Dieses Thema ist ein Beispiel für:". Bei der grafischen Navigation lautet der Text aus Platzgründen nur "Beispiel".
"ist ein Experiment zu"
Bei der textbasierten Navigation lautet der Text je nach aktuellem Standort in der Wissenskarte entweder "Ein Experiment zu diesem Thema ist:" oder "Dieses Thema ist ein Experiment zu:". Bei der grafischen Navigation lautet der Text aus Platzgründen nur "Experiment".
"ist eine Anwendung von"
Bei der textbasierten Navigation lautet der Text je nach aktuellem Standort in der Wissenskarte entweder "Eine Anwendung dieses Thema ist:" oder "Dieses Thema ist eine Anwendung für:". Bei der grafischen Navigation lautet der Text aus Platzgründen nur "Anwendung".
"ist eine Grundlage für"
Bei der textbasierten Navigation lautet der Text je nach aktuellem Standort in der Wissenskarte entweder "Für dieses Thema sind die Grundlagen:" oder "Dieses Thema ist Grundlage für:". Bei der grafischen Navigation lautet der Text aus Platzgründen nur "Grundlage".
"basiert auf"
Verwendet im Sinne von "ist eine Grundlage für".
"ist (eine) Folge von"
Bei der textbasierten Navigation lautet der Text je nach aktuellem Standort in der Wissenskarte entweder "Folgen dieses Themas sind:" oder "Dieses Thema ist eine Folge von:". Bei der grafischen Navigation lautet der Text aus Platzgründen nur "Folge".
"ist eine Erklärung zu"
Bei der textbasierten Navigation lautet der Text je nach aktuellem Standort in der Wissenskarte entweder "Erklärungen sind:" oder "Dieses Thema ist eine Erklärung für:". Bei der grafischen Navigation lautet der Text aus Platzgründen nur "Erklärung".
"beschreibt"
Verwendet im Sinne von "ist eine Erklärung zu".
"ist zu betrachten mit"
Bei der textbasierten Navigation lautet der Text immer "Dieses Thema ist im Zusammenhang zu sehen mit:". Bei der grafischen Navigation lautet der Text aus Platzgründen nur "Zusammenhang". Die Texte sind unabhängig von der aktuellen Position in der Wissenskarte, da beide Themen der Verknüpfung dieselbe Rolle belegen.
"hängt zusammen mit"
Synonym gebraucht zu "ist zu betrachten mit".

Anhang B: Unterricht mit LmTM

Der "klassische" Unterricht ist stark lehrerzentriert: Der Lehrer steht vorn an der Tafel, die Methode ist entweder der Lehrervortrag oder der fragend-entwickelnde Unterricht. Die Schüler sind auch bei hoffentlich vorhandener Konzentration eher passiv, ihr aktives Tun im Lernprozess ist eher untergeordnet.

Die eben genannten Methoden sind nicht "an sich" schlecht; sie sollten aber wohldosiert eingesetzt werden, denn einseitiger Methodeneinsatz ist nie förderlich. Erst eine gesunde Mischung verschiedener Methoden und Medien - aktuell Blended Learning genannt - ergibt einen abwechslungsreichen Unterricht und führt zum gewünschten Lernerfolg.

Die häufig so genannten "Neuen Medien", in der Regel sind damit meist Computer und Internet gemeint, geben auch die Möglichkeit neuer Methoden an die Hand. Ein häufig anzutreffendes Szenario ist die Materialrecherche im WWW, bei der die Schüler mehr oder weniger auf sich gestellt sind und meist weniger erfolgreich wirklich relevante Quellen finden, auch wenn umfangreiche Treffermengen von Suchmaschinen im ersten Moment etwas anderes suggerieren.

Neben dem reinen Wissenserwerb der Schüler stehen heute weitere Aspekte und Kompetenzen im Blickfeld der Schule, z.B.:

Das Erreichen dieser Ziele ist mit dem oben erwähnten lehrerzentrierten Unterricht alleine nur schwerlich möglich, hier sind zusätzliche neue Methoden gefragt.

Der unreflektierte Einsatz "Neuer Medien", z.B. die oben genannte WWW-Recherche, ergibt aber nicht automatisch den gewünschten Erfolg, sondern beschert eher neue Probleme, die sich bisher so nicht stellten:

Als Lösungsansatz kann der Server LmTM - Lernen mit Topic Maps dienen, den der Autor betreibt, um Schülern eine geeignete Lernplattform und Basis für Blended Learning bieten zu können:

Anhang C: Topic Maps

Topic Maps sind seit Anfang des Jahres 2000 im Standard ISO 13250 festgeschrieben. Ihre Aufgabe ist das Erschließen von Wissen und Ressourcen.

In Topic Maps ist jedes "Ding", das einen eindeutigen Namen trägt, ein Topic, ein Thema. Zu jedem Thema können ein oder mehrere Quellen (Occurrences) angegeben werden - dies sind die eigentlichen Inhalte, die über die Topic Map erschlossen werden sollen.

Verknüpfungen (Associations) zwischen zwei oder mehr Themen machen daraus die Wissenskarte:

Prinzip einer Topic Map

Unterhalb der gestrichelten Linie sind die zu erschließenden Materialien angeordnet: Dateien auf dem Server selbst, externe Quellen, z.B. Websites und nicht-elektronische Quellen, z.B. Bücher. Oberhalb der gestrichelten Linie liegt als Metaebene über den Materialien die Topic Map als Wissenskarte. Sie besteht aus den Themen, die durch Verknüpfungen miteinander verbunden sind.

Kurz und prägnant formuliert ist dies in der Originaldokumentation, hier ein Zitat:

"The purpose of a topic map is to convey knowledge about resources through a superimposed layer, or map, of the resources. A topic map captures the subjects of which resources speak, and the relationships between subjects, in a way that is implementation-independend.
The key concepts in topic maps are topics, associations and occurrences.
A topic map is a resource within the computer that stands in for (or "reifies") some real-world subject. Examples of such subjects might be the play Hamlet, the playwright William Shakespeare, or the "authorship" relationship."

Die Verknüpfungen tragen Namen, die beteiligten Themen besetzen Rollen (Roles) in der Verknüpfung. Dies ist mit einem Beispiel leicht zu verdeutlichen: Die beiden Themen "Masse" und "Kilogramm" können durch die Verknüpfung "ist die Einheit von" miteinander verbunden werden. Dabei besetzt das Thema "Masse" in der Verknüpfung die Rolle "physikalische Größe", das Thema "Kilogramm" die Rolle "Maßeinheit". Damit sind Aussagen möglich wie "Kilogramm ist die Einheit der Masse." oder "Die Einheit der Masse ist das Kilogramm".

"Topics can have names. They can also have occurrences, that is, information resources that are considered to be relevant in some way to their subject. Finally, topics can participate in relationships, called associations, in which they play roles as members.
Thus, topics have three kinds of characteristics: names, occurrences, and roles played as members of associations. The assignment of such characteristics is considered to be valid within a certain scope, or context."

Anhang D: Technik

In diesem Anhang wird für Interessierte die hinter dem Server LmTM - Lernen mit Topic Maps stehende Technik kurz vorgestellt.

Topic Maps sind in XML formuliert. Manche WWW-Browser können diese in Baumansicht oder auch mit Hilfe von CSS formatiert anzeigen, aber wirklich komfortabel nutzbar werden sie dadurch nicht. Erst zusammen mit XSLT kann sich das ganze Potenzial entfalten. Mit in dieser Sprache formulierten Programmen, die auf dem Server ablaufen, ist eine Konvertierung von XML nach XML möglich:

  1. Von XML (Topic Map) nach XHTML (Navigationsspalte) bei der textbasierten Navigation.
  2. Von XML (Topic Map) nach SVG (Navigationsgrafik) bei der grafischen Navigation.

Erledigt werden diese Aufgaben von der Software-Kollektion Apache, Tomcat, Cocoon, Xalan, Xerces, Java.


© Andreas Rittershofer 2002