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Alchemie: Gold aus Blei

Ein alter Traum ist es, Blei zu Gold zu verwandeln. Mit chemischen Mitteln ist und war das nicht zu erreichen. Gold und Blei sind zwei verschiedene Elemente und unterscheiden sich daher durch ihre Protonenzahl im Kern (bzw. Ordnungszahl). Chemische Reaktionen ändern aber niemals etwas an einem Atomkern.

Das Wissen aus der Kernphysik hilft jedoch weiter, wie der folgende Ausschnitt aus der Nuklidkarte zeigt:

Gold aus Blei

Blei steht drei Zeilen über Gold, hat also drei Protonen mehr im Kern. Gelingt es, aus einem Bleikern drei Protonen los zu werden, entsteht dabei Gold.

In diese Nuklidkarte wurden alle Zerfälle eingezeichnet, die beim einzigen stabilen Goldisotop Gold-197 enden. Es ist zu erkennen, dass Blei-197 zu Gold zerfällt. Nun bleibt "nur" noch, in einem Teilchenbeschleuniger das instabile Bleiisotop Blei-197 zu erzeugen und zu warten, bis es zu Gold zerfällt.

(Beim Zerfall von Blei zu Gold handelt es sich um einen Beta-plus-Zerfall im Gegensatz zum Beta-minus-Zerfall, der oft auch einfach nur Betazerfall genannt wird.

Bei der Spaltung von Uran wird sicherlich auch zu einem geringen Teil Gold entstehen. Dazu muss ein Urankern (92 Protonen) gespalten werden in Gold (79 Protonen) und Aluminium (13 Protonen).

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Letzte Änderung: Friday, 04-Nov-2005 15:38:18 CET
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